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Unternehmensentwicklung steuern (Controlling)

Viele junge Unternehmen wirtschaften mit Volldampf ins Blaue, ohne Planung und ohne Kontrolle.

Erst wenn Gläubiger Mahnbescheide schicken, wird oftmals deutlich: Trotz einer manchmal sogar sehr hohen Arbeitsbelastung ist das Unternehmen nicht hundertprozentig auf Kurs. Typische Probleme sind z.B. mangelnde Liquidität, zu hohe Kosten, zu wenige (neue) Kunden für die Produkte oder Dienstleistungen, folglich zu geringe Umsätze. Aufgabe des Controllings ist, die Ursachen für solche und andere Probleme zu ermitteln. Das ist Kontrolle. Sie ist zweifellos wichtig, reicht aber nicht. Wichtiger ist "Kontrolle im Voraus": Das ist Planung. Planung (meist nicht zu trennen von den Marketing-Überlegungen) und Kontrolle zusammen machen Controlling aus.

Controlling soll Ursachen für Probleme ermitteln. Das ist Kontrolle. Wichtiger ist "Kontrolle im Voraus". Das ist Planung. Planung und Kontrolle zusammen machen Controlling aus.

Controlling beginnt in der Buchführung

In der Praxis bedeutet das für die Unternehmerin bzw. den Unternehmer, immer wieder Daten zu verschiedenen Bereichen des Unternehmens unter die Lupe zu nehmen und aktuelle und zurückliegende Daten zu vergleichen. Welche Entwicklung ist hier abzulesen? Welches sind die Gründe dafür? Diese Daten und die Ergebnisse dieser Vergleiche liefern die Grundlage dafür, systematisch zu planen und zu entscheiden.
Dabei ist ein solches Controlling keine Geheimwissenschaft und nicht unbedingt nur Sache für ausgewiesene Controller. Die genannten Daten für Kontrolle und Planung findet man nämlich in jeder (guten) Buchführung. Sie ist das Kernstück für das Controlling von Unternehmen, denn sie dient der Dokumentation aller Geschäftsvorfälle und ist damit ein entscheidendes betriebswirtschaftliches Steuerungsinstrument. Je schneller sich daher geschäftliche Transaktionen in den "Büchern" niederschlagen, desto besser für das Controlling und die Unternehmensführung.

Die 10 wichtigsten Controlling-Themen

Wenn Sie die unten aufgeführten Posten Ihrer Finanzen im Blick behalten, haben Sie Ihre wichtigsten Controlling-Hausaufgaben erledigt. Legen Sie zuerst die Planzahlen (= Soll-Werte) fest. Überprüfen Sie möglichst zeitnah, am besten monatlich, ob und wie die Soll-Werte von den Ist-Werten abweichen (Soll-Ist-Vergleich). Wenn es in Ihrem Unternehmen viele verschiedene Geschäftsprozesse gibt, ist eine wöchentliche oder tägliche Kontrolle sinnvoll.

  1. Kosten für Unternehmer/Mitarbeiter
  2. Kosten für Miete/Pacht
  3. Kosten für Gebäude, Maschinen, Fahrzeuge, Ausstattung
  4. Kosten für Verbrauchsgüter
  5. Kosten für Material
  6. Kosten für den Vertrieb
  7. Preise je Produkt bzw. Dienstleistung
  8. Umsatz
  9. Gewinn (Umsatz minus Kosten)
  10. Liquide Mittel

Zentrale Controlling-Aufgaben: Kostentransparenz und Liquidität

Wesentlicher Baustein jedes Controllings ist die Kostenrechnung. Sie erfasst alle Kosten, die notwendig sind, um ein Produkt herzustellen oder eine Leistung zu erbringen. Und sie macht deutlich: Welches sind die Kostentreiber im Unternehmen?
Zu den Aufgaben des Kostenrechnung-Controllings gehört es, dem Unternehmen z.B. zu zeigen, ob neue Produkte am Markt den gewünschten Erfolg erbracht haben und ob die Umsatzerlöse die Kosten decken. Es soll insbesondere den unternehmerischen Erfolg (Rentabilität) berechnen und sicherstellen, dass das Unternehmen jederzeit seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann.

Controlling hebt die Kreditwürdigkeit

Dabei hängt Ihre Kreditwürdigkeit entscheidend davon ab, wie gut Sie Ihr Unternehmen "im Griff haben", wie gut also Ihr Controlling ist. Das prüfen Banken und Sparkassen im Rahmen ihres Ratings, wenn Sie einen Kredit beantragen.
Das Rating ist eine Art Gutachten über die Kreditwürdigkeit (Bonität) Ihrer Person und Ihres Unternehmens. Je besser die Kreditwürdigkeit, desto geringer ist das Risiko für die Bank, desto eher bekommen Sie einen Kredit, und desto niedriger werden die Zinsen für Ihren Kredit ausfallen.

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