Ein wichtiger Finanzierungsbereich ist die Betriebsmittelfinanzierung.
Betriebsmittel sind:
alle Arten von Gütern, die zur Produktion oder für den Handel erforderlich sind: z.B. Grundstücke, Gebäude
Maschinen, Werkzeuge
Transport- und Fördermittel
Lagereinrichtungen
Büro- und Geschäftsausstattung
Energie
Rechte (Patente, Lizenzen)
Einräumung von Zahlungszielen gegenüber Kunden
Betriebsmittel verursachen zunächst einmal Kosten, bevor sie einen Gewinn einbringen. Mit Hilfe eines Betriebsmittelkredites können diese Kosten vorfinanziert werden.
Betriebsmittelkredit
Für einen Betriebsmittelkredit gibt es zwei Varianten: Entweder räumt Ihnen Ihre Bank oder Sparkasse auf Ihrem Geschäftskonto ein Kreditlimit ein, das Sie jederzeit in Abhängigkeit von Ihrer aktuellen Geschäftsentwicklung flexibel in Anspruch nehmen können. Auf diese Weise können Sie kurzfristige Liquiditätsschwankungen ausgleichen sowie Waren, Rohstoffe oder andere Ausgaben vorfinanzieren. Vereinbaren Sie mit Ihrer Hausbank einen Kreditrahmen. Faustregel: ein Monatsumsatz. Bei diesem Kredit werden die Zinsen nur für den tatsächlich in Anspruch genommenen Betrag berechnet. Oder Sie nehmen einen Bankkredit für Vorfinanzierung von Betriebsmitteln in Anspruch.
Kurzfristige Finanzierung
Für beide Fälle gilt: Der Betriebsmittelkredit dient nicht für die Finanzierung von Anlagegütern. Er dient vielmehr der mittel- oder kurzfristigen Finanzierung und sollte daher möglichst eine Laufzeit von bis zu 12 Monaten haben.
Förderung
Die Betriebsmittelfinanzierung wird durch Förderprogramme des Bundes und der Länder gefördert.
Die wichtigsten Bundesprogramme sind:
ERP-Gründerkredit – Universell (bis zu drei Jahre nach Gründung)
KfW-Unternehmerkredit
Bürgschaften des Bundes und der Länder


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