Finanzierung & Förderung

Förderprogramme

Der Bund sowie das ERP-Sondervermögen, die Bundesländer und die EU unterstützen mittelständische Unternehmerinnen und Unternehmer durch Förderprogramme. Dabei handelt es sich meist um Darlehen, aber auch um nicht-rückzahlbare Zuschüsse. Typisch für öffentliche Förderdarlehen sind u.a. günstige Zinsen, lange Laufzeiten und häufig eine rückzahlungsfreie Zeit, bis Sie mit der Tilgung beginnen müssen.

Die wichtigsten Förderprogramme für (junge) Unternehmen:

  • Gründercoaching Deutschland (www)
    Förderung von Coachingmaßnahmen zu wirtschaftlichen, finanziellen und organisatorischen Fragen (bis fünf Jahre nach der Gründung)
  • Förderung von Unternehmensberatungen für kleine und mittlere Unternehmen sowie Freie Berufe (www)
    Förderung von Beratungen zu allen wirtschaftlichen, technischen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung (ab einem Jahr nach Gründung)
  • ERP-Gründerkredit – StartGeld (www)
    Förderung von Teilzeit- und Vollzeitgründungen, Übernahme eines Unternehmens, Erwerb einer tätigen Beteiligung sowie Festigungsmaßnahmen (bis drei Jahre nach Gründung)
  • ERP-Gründerkredit – Universell (www)
    Förderung von Teilzeit- und Vollzeitgründungen, Übernahme eines Unternehmens, Erwerb einer tätigen Beteiligung sowie Festigungsmaßnahmen. Finanzierungsbedarf bis max. 10 Mio. Euro (bis drei Jahre nach Gründung)
  • KfW-Unternehmerkredit (www)
    Förderung der mittel - und langfristige Finanzierung von Investitionen und Betriebsmitteln (ab zwei bzw. drei Jahre nach Gründung).
  • ERP-Kapital für Gründung (www)
    Förderung von Gründungs- und Festigungsvorhaben: Die Darlehen (Nachrangdarlehen) haften unbeschränkt und erfüllen somit Eigenkapitalfunktion (bis drei Jahre nach Gründung)
  • Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GA) (www)
    Förderung von Gewerbliche Investitionen und Investitionen in die kommunale wirtschaftsnahe Infrastruktur, Beratungsleistungen oder Schulungsmaßnahmen für strukturschwache Regionen
  • ERP-Beteiligungsprogramm (www)
    Erweiterung der Eigenkapitalbasis von kleinen und mittleren Unternehmen durch Bereitstellung von Haftungskapital über private Kapitalbeteiligungsgesellschaften
  • Bürgschaften des Bundes und der Länder: (www)
    Für die Besicherung von Krediten an gewerbliche Unternehmen mit tragfähigem Konzept, bei denen bankfähige Sicherheiten nicht im erforderlichen Maß zur Verfügung stehen.
  • Mikrokreditfonds Deutschland (www)
    Für die Unterstützung von Kleinunternehmen und Gründungen bei unzureichenden Sicherheiten (z. B. bei der Anschaffung von Maschinen oder Geräten oder Investitionen für ein Warenlager)


Förderprogramme für technologieorientierte Unternehmen:

  • High-Tech Gründerfonds (www)
    Beteiligungskapital für junge Technologieunternehmen: Forschungs- und Entwicklungsvorhaben bis zur Bereitstellung eines Prototypen bzw. eines „proof of concepts“ oder zur Markteinführung sowie Coachingmaßnahmen (bis ein Jahr nach Gründung)
  • Investitionszuschuss Wagniskapital (www)
    Zuschuss für private Investoren (natürliche Personen), die sich an jungen, kleinen und innovativen Unternehmen beteiligen.
  • ERP-Startfonds (www)
    Beteiligungskapital für innovative kleine Technologieunternehmen: Deckung des Finanzierungsbedarfs für die Entwicklung und Markteinführung neuer oder verbesserter Produkte, Verfahren und Dienstleistungen
  • ERP-Innovationsprogramm (www) Förderung der langfristigen Finanzierung marktnaher Forschung und Entwicklung neuer Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen sowie ihrer Markteinführung
  • Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) (www)
    Förderung von Forschung und Entwicklung in kleinen und mittleren Unternehmen: Einzel-, Kooperations- und Netzwerkprojekte, Dienst- und Beratungsleistungen
  • Hightech-Strategie für Deutschland (www)
    Ressortübergreifende Förderung von Forschung und Entwicklung durch Bund, Länder, EU


Förderprogramme für Sozialunternehmen

Förderung von kleinen und mittleren Unternehmen, die mit einem unternehmerischen Ansatz und mit einem innovativen Geschäftsmodell gesellschaftliche Probleme in Deutschland lösen wollen.

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Förderdatenbank des Bundes

Die Förderdatenbank bietet einen Überblick über alle Förderprogramme des Bundes, der Länder und der Europäischen Union.

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Antrag bei der Hausbank

Öffentliche Fördermittel des Bundes und der Länder müssen Sie bei Ihrer Hausbank beantragen. Gehen Sie keine finanziellen Bindungen ein, ohne sich vorab über solche Förderprogramme informiert zu haben. Fördermittel müssen Sie in der Regel vor Vorhabensbeginn beantragen. Im Nachhinein werden keine Fördermittel bewilligt (Ausnahme: Investitionszulage, Beratungsförderung).

Voraussetzung für eine Förderung

Eine Förderung über öffentliche Finanzierungshilfen setzt voraus, dass die Antragstellerin bzw. der Antragsteller eine ausreichende fachliche und kaufmännische Qualifikation nachweisen kann. Für die Vergabe von ERP-Darlehen gelten die „allgemeinen Bedingungen für die Vergabe von ERP-Mitteln“.

Risikoabhängige Zinsen

In den folgenden gewerblichen KfW-Programmen gelten risikoabhängige Zinsen:

  • KfW-Unternehmerkredit
  • ERP-Gründerkredit - Universell

Die Höhe des Zinssatzes ist abhängig von den wirtschaftlichen Verhältnissen des Kreditnehmers (= Bonität; bestimmt sich z.B. durch Eigenkapitalquote, Verschuldungsgrad usw.) sowie der Werthaltigkeit der Sicherheiten, die das Unternehmen für den Kredit stellt. Damit gilt: Je geringer das Risiko, desto geringer der Zins.

Bonität und Sicherheiten eines Unternehmens werden von der Hausbank des Unternehmers ermittelt, die den Förderkredit auf eigenes Risiko gewährt. Auf Grundlage der Bonitätsermittlung und der Sicherheitenbewertung ordnet die Hausbank eine Bonitäts- und eine Besicherungsklasse zu. Durch Kombination der beiden Bewertungsergebnisse ergibt sich die Zuordnung in eine von sieben Preisklassen. Jede Preisklasse deckt dabei eine Bandbreite ab, innerhalb derer der Kundenzins liegen kann. D.h., die KfW gibt maximale Obergrenzen für den Zins einer Preisklasse vor, die Hausbank kann für den Förderkredit diesen Preis oder einen niedrigeren verlangen.

Tipp

Erkundigen Sie sich auch nach Länderprogrammen für Forschung, Entwicklung und Innovation, für die Teilnahme an Messen im In- und Ausland, nach Umweltprogrammen oder hinsichtlich steuerlicher Förderung (u.a. Investitionszulagen).

Beratung lohnt sich

Verschenken Sie kein Geld und lassen Sie sich beraten:

  • BMWi-Infotelefon zu Mittelstand und Existenzgründung
    Tel.: 030-340 60 65 60
    Montag bis Donnerstag von 8:00 bis 20:00 Uhr
    Freitag von 8:00 bis 12:00 Uhr
  • BMWi-Finanzierungshotline
    Tel. 03018 615-8000
    Montag bis Donnerstag von 9:00 bis 16:00 Uhr
    Freitag von 9:00 bis 12:00 Uhr
  • Infocenter der KfW Bankengruppe
    Beratung zu Gründung und Mittelstand
    Tel.: 0800 539 9001 (kostenfrei)
    Montag bis Freitag von 8:00 bis 17:30 Uhr
  • Förderberatung "Forschung und Innovation" des Bundes
    Tel.: 0800 2623-008 (kostenfrei)
  • Wirtschaftsministerium Ihres Bundeslandes
  • Investitionsbank Ihres Bundeslandes


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