Finanzierung & Förderung

Erste Hilfe

Jede Unternehmenskrise ist auch eine persönliche Krisensituation. In der Regel springen die wirtschaftlichen und finanziellen Probleme sehr schnell in den privaten Bereich über. Fehlt das Geld im Unternehmen um fällige Rechnungen zu bezahlen, fehlt es auch im privaten Bereich, um den Haushalt finanziell aufrechtzuerhalten. Sehr schnell landen auch für diesen Bereich die ersten Mahnungen im Briefkasten, weil die private Entnahme aus dem Unternehmen gekürzt werden muss. Das Wichtigste ist, die Nerven zu behalten. Das ist leichter gesagt als getan.

Ordnung ins Chaos

Wichtig ist, Ordnung in das herrschende Chaos zu bringen. Dazu gehört zunächst ein Kassensturz, eine Prioritätenliste der wichtigsten Schulden und ggf. die Stundung ausstehender Zahlungen. Dies gilt sowohl für den geschäftlichen als auch privaten Bereich.

Insolvenz ist auch 2. Chance

Es hilft zudem, sich – ggf. mit professioneller Hilfe vorzustellen – was passiert, wenn es schief geht. Wenn man z.B. weiß, dass die Insolvenz eines Unternehmens nicht dessen Ende ist, sondern mittlerweile eine Sanierungsmöglichkeit bedeutet, wird manche Sorge geringer. Wer sich beruhigt hat, kann sich weitaus effektiver an die Krisenbewältigung begeben.

Quelle: Frank Wiedenhaupt, Landesarbeitsgemeinschaft Schuldner- und Insolvenzberatung Berlin e. V.


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