Liquidität

PRAXISHILFE: Umfinanzierung von Krediten

Bei Umfinanzierungen werden kurzfristige Kredite (mit höheren Zinsen) in mittel- bis langfristige laufende Kredite (mit niedrigeren Zinsen) umgewandelt. Dies kann man sowohl mit einem Kreditangebot seiner Hausbank als auch durch die Nutzung von Liquiditätshilfeprogramme der Bürgschaftsbanken bewerkstelligen. Nach der Umfinanzierung sind die Belastungen für Zinsen deutlich niedriger, und das Unternehmen kann für mehr Liquidität sorgen.

Kontokorrentkredite und Lieferantenverbindlichkeiten

Umfinanzierungen oder Umschuldungen betreffen vor allem teure Kontokorrentkredite. In Frage kommen aber auch Lieferantenverbindlichkeiten. Hintergrund: Viele Unternehmen haben Schwierigkeiten, die Rechnungen ihrer Lieferanten kurzfristig zu bezahlen. Damit verlieren sie die Chance, Skontobeträge vom Gesamtrechnungsbetrag abziehen abziehen zu können (wichtig für Liquidität und Kostensenklung). Im schlimmsten Fall - bei hohen offenen Rechnungsbeträgen – werden sie nur noch gegen Vorauskasse beliefert. Aus dem Umschuldungsdarlehen werden die Lieferanten bezahlt und zusätzliche Betriebsmittel zur Verfügung gestellt. Zudem können die Betriebe wieder Skonto nutzen. Quelle: Markus Schmid, IHK Ostwürttemberg, Heidenheim


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