Ziel festlegen
Formulieren Sie Aufgabenstellung sowie Zielsetzung der Beratung klar und ausführlich. Sollte sich während der Beratung herausstellen, dass sich die Zielsetzung geändert hat, sollten Sie dies nachträglich in den Vertrag aufnehmen.
Zeit festlegen
Wichtiger Vertrags-Bestandteil ist die Dauer der Beratung (Anzahl der Tagewerke) und die Terminierung der Beratung. Allen beteiligten Personen im Unternehmen müssen Zeit und Ruhe für intensive Gespräche mit dem Berater zur Verfügung stehen.
Honorar vereinbaren
Legen Sie die Honorare für einzelne Leistungen fest. Klären Sie, welche Kosten wofür und in welcher Höhe anfallen. Beratung ist eine fest umrissene Leistung, die einen definierten Preis haben sollte. Akzeptieren Sie darum keine Honorare, die sich an Ihren künftigen Umsätzen bemessen. Hüten Sie sich auch vor Pauschalpreisen, die die individuelle Situation Ihres Unternehmens nicht berücksichtigt.
Zahlungsmodalitäten klären
Oft trifft man bei unseriösen Beraterinnen und Beratern die Praxis an, dass nach Leistung einer bestimmten Arbeitszeit - häufig nach einer Woche - sofort die Aushändigung eines Verrechnungsschecks verlangt wird. Die seriöse Beraterin bzw. der seriöse Berater wird Ihnen nach Abschluss der Beratung eine exakte Rechnung übersenden. Bei einer umfangreichen Beratung können auch Abschlagszahlungen vereinbart werden. Aber vereinbaren Sie, dass Honorarzahlungen erst dann geleistet werden, wenn Teilergebnisse der Beratung vorliegen.
Beratungsergebnisse schriftlich festhalten
Die Beratungsergebnisse sollten in einem schriftlichen Bericht dokumentiert werden. Dieser Bericht muss alle wichtigen Punkte enthalten, wie zum Beispiel die Ergebnisse der Unternehmensanalyse, die festgestellten Schwachstellen und die Beschreibung der einzuleitenden Maßnahmen mit Hinweisen für die selbständige Umsetzung im Unternehmen. Am Ende sollte ein Maßnahmenplan stehen, in dem Zeitabläufe und Zuständigkeiten festgehalten werden.
Der Beratungsbericht ist außerdem eine wichtige Grundlage bei der Bewilligung von Fördermitteln für Beratungen. Wenn Sie einen Zuschuss aus dem BAFA-Beratungsförderprogramm beantragen wollen, achten Sie darauf, dass die Beratungsleistung bestimmte Mindestanforderungen erfüllen muss. Sprechen Sie mit Ihrer Beraterin bzw. Ihrem Berater darüber, ob und welche Erfahrungen er bereits mit der Förderung gemacht hat. Bestehen Sie darauf, dass die Beratungsleistung
die Situation des Unternehmens oder mindestens das zu lösende Problem analysiert und Schwachstellen ermittelt,
konkrete Verbesserungsvorschläge entwickelt und
Anleitungen zu ihrer Umsetzung in die Betriebspraxis gibt.
Viele Beraterinnen und Berater verlangen von Ihrem Kunden eine schriftliche Bestätigung, dass er mit der erbrachten Beratungsleistung einverstanden ist. Diese Bestätigung sollten Sie nur dann abgeben, wenn Sie das Beratungsergebnis gründlich geprüft haben und Sie von dem Erfolg der Beratung überzeugt sind. Lassen Sie sich auch hierbei nicht unter Zeitdruck setzen. Eine übereilt abgegebene Bestätigung kann in einem eventuellen Rechtsstreit mit dem Berater zu Ihren Ungunsten ausgelegt werden.
Rücktritt vom Vertrag regeln
Denken Sie auch an eine Klausel, die regelt, unter welchen Umständen Sie vom Vertrag zurücktreten können.


Praxishilfe Beratungsvertrag