Unternehmensführung

E-Business: Kosten und Finanzierung

Wer E-Business-Anwendungen einsetzen will, muss investieren: in technische Ausrüstung, die Veränderung der Organisationsabläufe im Unternehmen und in Weiterbildungsmaßnahmen.

Der E-Business-Start, z.B. mittels einer einfachen Unternehmens-Präsentation im Internet, muss aber keinesfalls kostspielig sein. So ist eine (einfache) Internet-Homepage bereits ab 3.000 Euro bis 5.000 Euro zu haben. Einen (ebenfalls einfachen) Miet-Online-Shop kann man schon für ca. 15 Euro pro Monat mieten, Kauf-Shops gibt es ab ca. 100 Euro (nach Erfahrungen des EC-Net). Aber: Die Ausgestaltung, Aktualisierung und Pflege von E-Business-Anwendungen steigen je nach Komplexität der Homepage oder des Online-Shops. Die Investitionen haben sich dabei im Erfahrungsdurchschnitt nach zwei bis drei Jahren amortisiert.

Besondere Anforderungen stellt die Einrichtung einer Online-Anbindung zwischen verschiedenen Unternehmen (B2B). Eine generelle Erfahrung ist: Weniger erfahrene Anwender neigen dazu, die Kosten - insbesondere für das Webmarketing - zu unterschätzen.

Kosten für Telefon und Internetzugang

Zwei Arten von Kosten fallen an: 1. Telefonkosten für die Verbindung zu einen Telefonnetz-Punkt, von dem der jeweilige Internet-Dienst (Access-Provider) den Zugang zum Internet möglich macht (optimal: Ortsgebühr); 2. Kosten für den eigentlichen Aufenthalt im Internet. Für die Abrechnung dieser Aufenthaltskosten gibt es drei Modelle:

  • Zeitgebühr: Berechnet wird die Online-Zeit. Diese Methode bietet die einfachste Kostenkontrolle: je kürzer im Internet, desto geringer die Gebühren.
  • Volumengebühr: Neben einer geringen Grundpauschale wird nach der übertragenen Datenmenge abgerechnet. Wie lange man online ist, spielt bei dieser Methode keine Rolle.
  • Pauschale: Die pauschale Abrechnung (Flatrate) richtet sich nach der vom Provider zur Verfügung gestellten Bandbreite der Zugangsleitung. Für Firmen, die über das Netz Geschäfte machen oder viele Informationen anbieten, ist diese Abrechnungsart in der Regel am besten. Die Kosten lassen sich exakt planen.

Kosten für Pflege und Werbung

Mit der einmaligen Einrichtung z.B. einer Internet-Seite ist es nicht getan. Laufende Kosten für die Aktualisierung eines Internetauftrittes und z.B. die Bearbeitung von Kundenbestellungen kommen hinzu. Diese laufenden Kosten sind sehr unterschiedlich, je nachdem, wie intensiv der Internetauftritt genutzt wird. Nicht zu vergessen sind die Ausgaben für Werbung, um z.B. einen Online-Shop bekannt zu machen. Nicht selten geschieht das durch klassische Printwerbung oder per Mailing-Aktionen.

Kosten für Fortbildungen

Für einen erfolgreichen Einsatz von E-Business-Anwendungen im Unternehmen müssen Unternehmensleitung und Mitarbeiter ausreichend qualifiziert sein. Da es sich für die meisten Beteiligten um ein neues Aufgabengebiet handelt, müssen sie die erforderlichen Fertigkeiten und Techniken lernen. Anbieter von Schulungen und Seminaren sind u.a. die Kompetenzzentren für den Elektronischen Geschäftsverkehr. Zudem empfiehlt es sich, auch bei Weiterbildungsträgern vor Ort (Kammern, Verbände, Volkshochschule) und die jeweiligen Hardware-Lieferanten nachzufragen.

Finanzielle Förderung

Spezielle Programme des Bundes, die ausschließlich Internet-Aktivitäten oder E-Business-Lösungen von Unternehmen unterstützen, gibt es nicht. Existenzgründer oder bestehende mittelständische Unternehmen können allerdings ggf. allgemeine Fördermaßnahmen (auch der Bundesländer) für Investitionen oder Schulungen nutzen. Welche Finanzierungshilfen für ein Vorhaben in Frage kommen, ist immer im Einzelfall zu prüfen.

Leasing

Die technische Infrastruktur in den Unternehmen verändert sich rasant. Immer mehr Leasingunternehmen bieten daher auch Soft- und Hardware an. Leasingfähig sind bei der Software nicht nur Standardprogramme, sondern auch individuell erstellte
CAD
-, CAM- und CAE-Software.


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