Rechtsformen von E-Kooperationen
E-Kooperationen können all die Rechtsformen annehmen, die auch "traditionellen" Kooperationen offen stehen: Arbeitsgemeinschaft, Strategische Allianz, Joint-Venture usw. Virtuelle Unternehmen (also z. B. der Zusammenschluss verschiedener Gewerke im Handwerk zu einem Anbieter "aus einer Hand" auf einer Homepage) können sich dabei jederzeit lose und ohne Vertrag untereinander zusammenschließen. Formal nehmen sie dabei in der Regel die Rechtsform der GbR an.
Vorteile von E-Kooperationen
E-Kooperationen sind schneller
E-Kooperationen benötigen keine aufwändigen formalen Vorbereitungen (z. B. für die rechtlichen Voraussetzungen). Das bedeutet: Man kann sie schnell und mit minimaler Vorlaufzeit auf den Weg bringen, und sie lassen sich schnell beenden. Das macht sie besonders flexibel. So können Partner kurzfristig freie Kapazitäten nutzen bzw. auslasten.
E-Kooperationen steigern Effektivität
Außerdem sinkt durch den automatischen Austausch von Daten die Quote der Fehler, die sich bei einem Austausch "von Menschenhand" erfahrungsgemäß einschleichen.
E-Kooperationen reduzieren Kosten
Die Kosten in einer E-Kooperation lassen sich deutlich reduzieren. Viele automatisierte Prozesse erfordern nur wenige Mitarbeiter. Auch die Kommunikation wird kostengünstiger: Statt zu Meetings zu reisen, tauschen sich die Partner z. B. per Video-Konferenzen aus. Dazu kommt: Per Internet können Partner schneller, nämlich "rund um die Uhr", an Problemlösungen arbeiten. Insgesamt können so die anfallenden Kooperations-Kosten um ein Vielfaches (EC-Net-Experten sprechen von 25 Prozent) niedriger liegen als in traditionellen Kooperationen.
Durch E-Kooperationen mehr Partner
E-Kooperationen haben darüber hinaus den Vorteil, dass der Standort möglicher Kooperationspartner kaum mehr eine Rolle spielt (der in "normalen" Kooperationen ein wichtiger Faktor des Partnerprofils ist). Wunschpartner aus der ganzen Welt können per E-Kooperation in ein Projekt eingebunden werden. Ein wichtiger Punkt: Denn mit dem Wandel zur Informations- und Wissensgesellschaft wird das Know-how in Unternehmen zur wichtigsten Ressource.
E-Kooperationen steigern Aktionsradius
Akquise und persönliche Betreuung von Kunden z. B. im Ausland werden durch den Einsatz elektronischer Medien möglich, durch vor Ort ansässige Kooperationspartner. Das bedeutet: Märkte, die bislang schwer zugänglich oder gänzlich unerreichbar waren, stehen nun theoretisch jedem Unternehmen offen.


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