Unternehmensführung

E-Business: Marktplätze prüfen

Unternehmen sollten sich einige Fragen beantworten, um erfolgreich am elektronischen Handel auf Marktplätzen zu partizipieren.

Welches sind mögliche Risiken?

Kommt der Vertrieb via Marktplatz für Ihr Unternehmen in Frage? Bedenken Sie: Die große Preistransparenz auf elektronischen Marktplätzen kann auch erhebliche Risiken bergen. Ein Preiskampf bzw. ein erhöhter Preisdruck lässt mitunter Gewinnmargen schnell zusammenschmelzen.

Welche Produkte oder Leistungen sollen elektronisch abgesetzt werden?

In Frage kommen vor allem standardisierte Produkte, die leicht und eindeutig zu beschreiben sind. So weiß der Kunde genau, was ihn erwartet. Er kann Leistungen und Preise außerdem leicht vergleichen. Es können jedoch auch komplexe Produkte oder Dienstleistungen elektronisch gehandelt werden. Diese werden überwiegend ausgeschrieben oder über Auktionen versteigert. Auch Nebenprodukte (Über- oder Restbestände) können ohne großen Marketingaufwand vertrieben werden.

Kooperationen im elektronischen Vertrieb?

Anbieter können ihre Produkte entweder allein oder gemeinsam mit anderen Verkäufern auf Marktplätzen handeln. Kooperationspartner haben gemeinsam meist mehr als die Konkurrenz zu bieten. Sie können entweder breite Warensortimente, große Kapazitäten oder aber komplexe Angebote offerieren.

Welche technischen und organisatorischen Vorbereitungen müssen getroffen werden?

Die technische Anbindung an einen Marktplatz kann stufenweise erfolgen. In der einfachsten Ausführung wird im Unternehmen lediglich ein PC mit einem Internet-Browser benötigt. Service-Provider oder auch Marktplatzbetreiber speichern die Seiten mit den Angeboten Ihrer Firma auf ihrem Rechner und stellen sie im Internet zur Verfügung. Alternative: Ein eigener Server. Er lohnt sich allerdings nur für umfangreiche Angebotsvolumina im Netz und vielen Besuchern und Transaktionen (Bestellungen, Zahlungsverkehr usw.). Damit sich durch den elektronischen Vertrieb tatsächlich auch die Vertriebskosten senken, muss er eng mit den innerbetrieblichen Informationssystemen verzahnt sein. Entscheidend ist also, dass der elektronische Handel sowohl elektronisch als auch organisatorisch in die bestehende Infrastruktur integriert wird.


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