Unternehmensführung

Materialeffizienz

Wer Produkte erzeugt, muss für deren Herstellung eine bestimmte Materialmenge einsetzen. Je effizienter der Einsatz dieser Materialien ist, desto mehr Kosten lassen sich einsparen. Je mehr Kosten sich einsparen lassen, desto besser ist die Position des betreffenden Unternehmems im Wettbewerb.

Materialkosten stellen im Produzierenden Gewerbe mit ca. 45 Prozent noch vor den Personalkosten (ca.18 Prozent) den mit Abstand größten Kostenblock dar.

Eine höhere Materialeffizienz soll durch eine Reduzierung des Materialeinsatzes erreicht werden, wie beispielsweise durch Verringerung des Ausschusses, durch Reduzierung von Verschnitt, durch verringerten Einsatz von Hilfsstoffen oder durch die Optimierung der Produktkonstruktion. Mit der Senkung der Materialkosten geht fast immer auch eine Senkung weiterer Kosten einher, wie etwa Energie- und Entsorgungskosten. Die möglichen Einsparungen sind somit oft weitaus größer als zunächst angenommen.

Deutsche Materialeffizienzagentur (demea)

Die Deutsche Materialeffizienzagentur ist auf Initiative des Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie entstanden.
Sie soll:

  • das öffentliche Bewusstsein über die Bedeutung der Materialeffizienz schärfen und Informationen darüber zur Verfügung stellen;
  • Unternehmen dazu motivieren, Materialeffizenzpotentiale zu erschließen und sie mit den Förderprogrammen VerMat und NeMat dabei unterstützen;
  • einen Pool von Materialeffizienzberatern betreuen, die den Unternehmen bei der Erkennung und Erschließung von Effizienzpotentialen mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Beratungsförderung: Beratung von zur Verbesserung der Materialeffizienz (VerMat)

Gefördert werden Unternehmen mit bis zu 1.000 Beschäftigten, um die Materialeffizienz in den Unternehmen zu verbessern. Ziel ist es, die Unternehmen beim Erkennen von Möglichkeiten zur Verringerung des Materialeinsatzes und der genauen Lokalisation dieser Einsparpotenziale zu unterstützen, um dadurch ihre Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken und einen wirkungsvollen Beitrag zum Erhalt und zur Schaffung von Arbeitsplätzen zu leisten.
Die Förderung erfolgt in Form eines Zuschusses.

Externe Berater aus dem Beraterpool der demea besitzen die erforderlichen Kompetenzen, um Einsparpotenziale beim Materialeinsatz erkennen, lokalisieren und bewerten zu können.

Deutscher Rohstoffeffizienz-Preis

Um den Stellenwert der Rohstoff- und Materialeffizienz und deren Effekte in der Wirtschaft stärker zu verankern, führte das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie in Zusammenarbeit mit der Deutschen Rohstoffagentur – erstmalig 2011 – den Wettbewerb „Deutscher Rohstoffeffizienz-Preis“ durch. Der Preis zeichnet herausragende Unternehmensbeispiele für rohstoff- und materialeffiziente Produkte, Prozesse oder Dienstleistungen und anwendungsorientierte Forschungsergebnisse aus.


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