Überblick behalten
Behalten Sie Ihre Umweltkosten von Anfang an im Blick. Legen Sie sich eine einfache Übersichts-Tabelle an. Tragen Sie dort monatlich Ihren Verbrauch und Kosten ein: Strom, Gas, Heizöl, Wasser/Abwasser, Entsorgungskosten sowie Ihren Treibstoffverbrauch und gefahrene Kilometer je Auto ein. Auf diese Weise sehen Sie sofort, ob die Entwicklung der Kosten zur Entwicklung Ihres Unternehmens passt.
Smart Metering
Sogenannte Smart Meter, kommunikationsfähige elektronische Messeinrichtungen, werden ab 1.1.2010 in Neubauten und bei umfassenden Umbauten in bestehenden Gebäuden Pflicht (§ 21 b Absatz 3a EnWG). Die neuen Zähler sollen Verbrauchern und Versorgern helfen, Energie zu sparen. Im Gegensatz zum alten, schwarzen Zählerkasten bieten digitale Strommesser Kunden die Möglichkeit, den Verbrauch regelmäßig am heimischen Computer zu überprüfen.
Messstellenbetreiber müssen ab 1.1.2010 allen Strom- und Gasverbrauchern auf Wunsch die Umstellung auf Smart Meter anbieten (§ 21 b Absatz 3b EnWG).
IT-Ausstattung
Viele Unternehmerinnen und Unternehmer kennen die Energiekosten ihrer IT-Anlagen/Geräte nicht. Hier liegen Einsparpotenziale von bis zu 70 Prozent. An Arbeitsplätzen sollten Geräte mit geringem Stromverbrauch, effizienten Netzteilen und ohne Stand-by-Funktion stehen und abschaltbare Steckerleisten eingesetzt werden. Schalten Sie Geräte aus, die längere Zeit unbenutzt bleiben (auch nachts und am Wochenende). Achten Sie beim Einkauf auf Energie sparende Geräte.
Beleuchtung
Platzieren Sie Schreibtische in Fensternähe. Verwenden Sie Zeitsteuerungen und Bewegungsmelder z. B. in Toiletten, Treppenhäusern, Fluren, Ausstellungs- und Außenbereichen. Stellen Sie sicher, dass das Licht auch bereichsweise geschaltet werden kann. Nutzen Sie Energiesparlampen.
Heizung
Nutzen Sie moderne Heizkessel und Brenner. Sie sind um ein Vielfaches sparsamer als ältere Modelle. Prüfen Sie, ob Sie Abwärme von z. B. Druckluftkompressoren oder Kälteanlagen nutzen können (ggf. Lüftung und Heizung koppeln). Achten Sie auf regelbare Pumpen, die dem Verbrauch angepasst werden können. Setzen Sie auch auf regenerative Energien wie z. B. Solarwärme, Holzpellets oder Holzhackschnitzel. Senken Sie in Werkshallen und Büros die Raumtemperatur außerhalb der Betriebszeiten ab. Stellen Sie sicher, dass das Unternehmensgebäude gedämmt ist.
Lüftung/Kühlung
Achten Sie darauf, dass Ihre Klimaanlage richtig eingestellt ist und bedarfsgerecht geregelt wird. Planen Sie bei großem Kältebedarf eine Abwärmenutzung (z. B. für Brauchwasser) ein. Achten Sie bereits bei der Bauplanung darauf, dass wenig Klimatisierung notwendig ist.
Lastspitzenmanagement
Lastspitzen haben erhebliche Auswirkungen auf die Höhe der Energiekosten, weil sie ein wichtiger Bestandteil im Stromliefervertrag sind: jeher höher, desto teurer. Deshalb sollte man vermeiden, sämtliche Anlagen, Beleuchtungen, PCs usw. gleichzeitig einzuschalten.
Regelbare Antriebe
Es werden immer noch viele elektrische Antriebe ohne Regelung eingesetzt. Intelligent regelbare Antriebe z. B. für Geräte und Maschinen, die nur die aktuell notwendige Leistung abrufen, senken die Energiekosten erheblich.
Druckluft
Eine Druckluftanlage sollte außerhalb der Arbeitszeit bzw. bei Nichtgebrauch ausgeschaltet sein. Eine weitere Möglichkeit, Energie zu sparen, ist die Reduktion des Drucks. Dies reduziert sofort den Stromverbrauch und die Leckageverluste. Schon eine Reduktion um drei bar kann eine Stromeinsparung von über 25 Prozent einbringen.
Trink- und Abwasserungskosten
Führen Sie, wenn möglich, Brauchwasser in Ihren Wasserkreislauf zurück. Nutzen Sie Wasser sparende Armaturen. Vermeiden Sie tropfende Wasserhähne.
Fuhrpark
Mit einer umweltbewussten Fahrweise können Sie ca. 10-15 Prozent an Treibstoff einsparen. Prüfen Sie auch, ob Sie auf Sprit sparende oder Erdgasautos umsteigen können. Lasten Sie Ihre Transportmittel optimal aus und vermeiden Sie unnötige Leerfahrten und Standzeiten.
Quelle: B.A.U.M. e.V./BMWi-Energieportal


Praxishilfe Kosten senken